Die Sokoliki (auch Sokoły oder Góry Sokole genannt) und das Rudawy Janowickie sind zwei Gebiete in Polen, die man eigentlich als ein einziges Kletterrevier betrachten kann, denn sie liegen sehr nah beieinander. Sie befinden sich im Südwesten Polens, etwa 15 km von der Stadt Jelenia Góra entfernt.

Es ist ein fantastisches Gebiet für Trad-Klettern, aber auch Sportklettern ist möglich.

Es ist nicht so groß wie die Jura, die ich im vorherigen Beitrag beschrieben habe – aber ich mag es mehr. Erstens ist die Reibung richtig gut, man muss nicht ständig Angst haben abzurutschen, und zweitens sind die Ausblicke atemberaubend. Von manchen Gipfeln sieht man das Riesengebirge (Karkonosze) und die umliegenden Wälder, die im Herbst besonders schön sind.

Ähnlich wie in der Jura sind die meisten Felsen niedrig, es gibt aber auch einige 30–60 m hohe und zwei- bis dreiseillängige Routen.

In den Sokoliki sind die beliebtesten Felsen Sukiennice und Krzywa Turnia – hier gibt es die größte Ansammlung gebohrter Routen, aber auch viele Trad-Linien, darunter Mehrseillängen. Mir haben außerdem Sokolik Duży und Jastrzębia Turnia sehr gut gefallen.

In den Rudawy Janowickie sind die Felsen weiter verteilt und meist deutlich weniger voll als in den Sokoliki. Ich kenne das Gebiet noch nicht besonders gut, kann aber folgende Felsen empfehlen: Skalny Most (Routen bis 45 m), Ścianki (einige Routen im Bereich V–VI+) und Starościńska Skała, die für Polen eher untypisches Reibungsklettern bietet.

Die beliebtesten Übernachtungsmöglichkeiten in der Region sind die Campingplätze „9up“ und „Tabor pod Krzywą“ sowie die Berghütte „Szwajcarka“. Alle liegen näher an den Sokoliki, der Zustieg dauert 15–30 Minuten. Zu den Felsen in den Rudawy braucht man 30–60 Minuten. Außerdem empfehle ich das Bar Karioka im Dorf Karpniki – super für ein leckeres Mittag- oder Abendessen nach dem Klettern und es gibt dort auch Zimmer.

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