Bekannt als höchstgelegener Ort Spaniens, für seinen Schinken und für wunderbare Wanderwege in den Bergen – Trevélez, ein Städtchen, das ich vor einem Jahr besucht habe. Lies, was dich dort erwartet.
Trevélez liegt in der Sierra Nevada auf einer Höhe von fast 1500 m ü. d. M. Ich war dort, um den Mulhacén zu besteigen, den höchsten Gipfel der Iberischen Halbinsel. Bevor ich von meiner Wanderung auf den Gipfel berichte, erzähle ich euch, was euch in Trevélez erwartet.
Erstens – Englisch
Rechnet nicht damit, dass ihr euch dort auf Englisch verständigen könnt. Ich war drei Tage dort und habe niemanden getroffen, der auch nur Grundkenntnisse Englisch sprach. In jedem Restaurant und jedem Laden musste ich mich mit Spanisch durchkämpfen. Sogar im Hotel, in dem ich übernachtete, wurde kein Englisch gesprochen, obwohl auf Booking.com stand, dass Englisch gesprochen wird.
Zum Glück wusste ich, dass es in Spanien manchmal schwierig ist, sich auf Englisch zu verständigen, daher habe ich mir vor der Reise etwas Spanisch beigebracht – Zahlen und ca. 30 Wörter und kurze Sätze. Das hat mir sehr geholfen!
Zweitens – Schinken
Trevélez ist bekannt für seinen traditionellen Schinken, den sogenannten Jamón de Trevélez. In fast jedem zweiten Geschäft hängen getrocknete Schweinehinterläufe. Natürlich findet man sie in Lebensmittelläden, aber ich habe sie sogar in einem Souvenirladen gesehen ;) Ich habe mich nicht getraut, eine ganze Keule zu kaufen, aber ich habe in einem Restaurant ein traditionelles Gericht mit diesem Schinken bestellt. Ich muss zugeben, dass ich etwas enttäuscht war… salzig, fettig, ich weiß nicht, warum darum so viel Aufhebens gemacht wird.
Drittens – ruhige, enge Gassen zwischen den Häusern
Sehr stimmungsvoll, es war schön, durch diese Gassen zu schlendern. Ich hatte vorher gelesen, dass Trevélez ein recht touristischer Ort sei. Vielleicht im Sommer, aber im Oktober war es leer, sodass niemand die Ruhe dieses Städtchens störte.
Viertens – Wanderwege
Die Sierra Nevada ist ein relativ hohes Gebirge, aber die Gipfel sind eher sanft. Viele Wanderwege beginnen in Trevélez und sind technisch alle einfach. Ich habe zwei Wanderungen in der Umgebung von Trevélez gemacht. Über den Mulhacén schreibe ich in einem separaten Artikel. Der zweite Weg führte auf den Gipfel Peñabón.
Nach meiner Karte (Sierra Nevada La Alpujarra vom Verlag Editorial Alpina) hat der Peñabón 2012 m Höhe und liegt in der Nähe von Pandera de Prados Altos.
Der Weg ist kurz und einfach. Er hat mich ohne Eile etwa 5 Stunden gekostet. Am Anfang verläuft er entlang eines Flusses, aber ich erinnere mich nicht, ob er markiert ist oder ob man einfach den Pfad finden muss. Nicht alle Wege in der Sierra Nevada sind markiert.
Nach ca. 1,5 km kommt man zu einer Kreuzung mit einem Wegweiser. Er zeigt in beide Richtungen zum Peñabón und beide Wege dauern etwa 1:45 h. Ich weiß nicht, welcher schöner ist.
Vom Gipfel hat man eine schöne Aussicht auf die umliegenden Berge und Trevélez. Ich liebe den Anblick von Wolken in den Bergen, daher haben die aufsteigenden Kumuluswolken der Landschaft noch mehr Schönheit verliehen.
Wie kommt man nach Trevélez?
Ohne Auto kommt man am einfachsten mit dem Bus aus Granada. Ich bin nach Málaga geflogen und habe im Internet nach einer direkten Verbindung nach Trevélez oder einer Stadt zwischen Motril und Granada gesucht, wo man umsteigen könnte, aber ich habe keine gefunden. Ich musste zuerst nach Granada und dort in den Bus nach Trevélez umsteigen, daher war die Anreise ziemlich lang. Es gibt nicht viele Verbindungen zwischen Granada und Trevélez – nur 3 pro Tag, und die Fahrt dauert ca. 3 Stunden. Verbindungen findet ihr auf www.alsa.es.















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