Die Kleine Fatra (Malá Fatra) ist ein Gebirge in der Slowakei, das mit atemberaubenden Ausblicken und einer großen Vielfalt an Wanderwegen begeistert. Hier findet man sanfte Bergrücken ebenso wie schroffe Gipfel, Schluchten und Wasserfälle.

Ich war im Oktober 2025 in der Kleinen Fatra. Am ersten Tag haben wir eine Rundtour über den Gipfel Chleb und den Veľký Kriváň gemacht. Ein großer Teil der Strecke führte über die Bergkämme, wo wir wunderschöne Ausblicke genießen konnten. Die Tour am zweiten Tag hatte einen ganz anderen Charakter. Wir sind durch die felsigen Schluchten der Diery gewandert, wo der Weg über Leitern und Stege führt, und haben den Veľký Rozsutec bestiegen, was das Überwinden mehrerer mit Ketten gesicherter Abschnitte erforderte.

Wanderweg über Chleb und Veľký Kriváň

Wir starteten die Wanderung am Parkplatz bei der Chata Vrátna. Der Weg führt zunächst auf dem gelben Markierungsweg sanft bergauf bis zur Chata na Grúni. Ab dort wird es steil. Man muss etwa 500 Höhenmeter überwinden, um den Kamm zu erreichen, technische Schwierigkeiten gibt es jedoch keine. Zuerst geht es entlang der Skipiste, später auf einem Zickzack-Pfad bergauf. Vom Parkplatz bis zum Kamm sind es 5,5 km, die uns 2 Stunden gekostet haben.

Die nächsten 7 km verlaufen auf dem roten Weg entlang des Bergkamms, auf dem mehrere Gipfel liegen: Poludňový grúň (1446 m), Steny, severný vrchol (1535 m), Steny (1626 m), Hromové (1636 m), Chleb (1646 m), Veľký Kriváň (1708 m), Pekelník (1609 m).

Zum Veľký Kriváň, dem höchsten Gipfel der Kleinen Fatra, muss man links abzweigen und auf demselben Weg wieder zurück zum Hauptweg kommen. Alle anderen Gipfel liegen direkt am Hauptweg.

Trotz starkem Wind habe ich diese Wanderung sehr positiv in Erinnerung. Die ganze Zeit begleiteten uns herrliche Ausblicke und der Raureif auf Gräsern und Bäumen verlieh der Landschaft noch mehr Zauber.

Am Sattel Bublen biegt der Weg auf den gelben Markierungsweg ab, wechselt dann auf blau und schließlich auf grün, der durch den Wald zur Asphaltstraße und kurz darauf zurück zum Parkplatz führt.

Die gesamte Rundtour ist 18 km lang und hat uns mit Pausen 8 Stunden gekostet.

Wanderweg durch die Diery und zum Veľký Rozsutec

Die Tour beginnt am Parkplatz vor dem Diery-Weg. Die ersten 1 km gehen auf dem blauen Weg, danach gibt es zwei Möglichkeiten – geradeaus weiter auf blau entlang des Baches oder bergauf auf grün und dann rechts auf gelb. Der grüne Weg führt über Leitern und ist ein Einbahnweg, deshalb sind wir diesen Weg gegangen und auf dem blauen zurückgekehrt.

Nach 50 Minuten ab Start erreichten wir die Abzweigung bei der Koliba Podžiar – eine kleine Berghütte, in der man vermutlich etwas essen kann, aber die Menschenmengen haben uns nicht angelockt. Wir gingen weiter auf dem blauen Weg, wo noch mehr Leitern, Felsen und Wasserfälle auf uns warteten.

Nach 1 Stunde 15 Minuten erreichten wir die Lichtung (Pod Tanečnicou), von der man den Malý Rozsutec sieht, und wenige Minuten später den Sattel Medzirozsutce mit herrlichem Blick auf die Hohe Tatra.

Dort bogen wir rechts auf den roten Weg zum Veľký Rozsutec ab. Vom Sattel aus sind es etwa 400 Höhenmeter bergauf, die uns 45 Minuten gekostet haben.

Nach einer Pause und dem Genuss der grandiosen Aussicht kam der Abstieg. Das war der schwierigste Abschnitt der Tour. Das heißt nicht, dass er extrem schwer ist – ein fitter, erfahrener Wanderer sollte damit gut zurechtkommen, aber es ist definitiv kein Weg für jeden.

Weg zum Veľký Rozsutec, Kleine Fatra, Slowakei

Der Weg erreicht den Sattel Medziholie, wo wir rechts auf den grünen Weg abbogen. Es stand uns noch ein langer Rückweg zum Parkplatz bevor – 9 km durch das Dorf Štefanová, über den Sattel Vrchpodžiar und durch die Diery.

Die gesamte Tour war 21 km lang und hat uns mit Pausen fast 10 Stunden gekostet.

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