Nur 40 Autominuten von Torrevieja entfernt gibt es zwei interessante Klettersteige. Beide haben zwei unabhängige Abschnitte: einen leichteren ersten Teil und einen schwierigeren zweiten Teil. Dadurch eignen sie sich hervorragend für Familien mit Kindern, die noch nie solche Attraktionen ausprobiert haben, und bieten gleichzeitig Nervenkitzel für diejenigen, die bereits etwas Erfahrung haben.

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Wo befinden sich die Klettersteige in Spanien?
  • Welche interessanten Aktivitäten gibt es in der Nähe von Torrevieja?
  • Welche Sehenswürdigkeiten bietet die Costa Blanca?
  • Wo befinden sich die anspruchsvollsten Klettersteige?

Für mich und meine Freunde waren die Klettersteige eine interessante Möglichkeit für einen Ruhetag während einer Kletterreise. Sie bereiteten uns keinerlei Probleme und waren für mich auch nicht so beeindruckend wie z. B. der Klettersteig am Dachstein in den Alpen, aber einige Abschnitte – wie das Pendel oder lange Hängebrücken, besonders bei starkem Wind – waren durchaus spannend :)

Klettersteig Callosa de Segura

Der erste Abschnitt dieses Klettersteigs wird mit K3 bewertet, der zweite mit K5. In der „alpinen“ Skala entspricht das C und E.

Hier der Pin zum Parkplatz. Als wir dort waren, war er geschlossen – vielleicht weil es mitten in der Woche war und es vorher geregnet hatte –, normalerweise sollte er aber offen sein.

Orangefarbene Wegweiser führen dich zum Einstieg des Klettersteigs.

Zustieg zum Klettersteig Callosa de Segura

Du siehst auch eine Karte.

Karte des Klettersteigs Callosa de Segura

Laut Beschreibung dauert der erste Abschnitt 1,5 Stunden, wahrscheinlich ist aber der Rückweg zum Parkplatz mit eingerechnet, falls man den zweiten Teil nicht macht. Bei uns hat der erste Abschnitt 45 Minuten gedauert – und wir haben uns überhaupt nicht beeilt.

Der erste Teil besteht hauptsächlich aus Brücken. Brücke um Brücke – manche mit Sprossen, andere nur mit Stahlseilen. Es waren mehrere (ich erinnere mich nicht mehr genau wie viele), aber alle relativ niedrig über dem Boden.

Der zweite Teil des Klettersteigs beginnt mit einem ca. 100 Meter langen Aufstieg an Klammern.

Danach folgen weitere Hängebrücken. Eine kurze nur an einem einzigen Stahlseil und eine normale, aber seeeehr lange.

Danach erwarten dich lange Traversen. Die fingen irgendwann an, etwas langweilig zu werden, obwohl es stellenweise richtig schöne Ausgesetztheit gibt.

Es gibt auch schwierigere Stellen in Form von Abstiegen an Überhängen. Das folgende Video zeigt eine davon – diese ist relativ kurz.

Der schwierigste Abschnitt des Klettersteigs ist das Ende: ca. 40 Meter stark überhängender Abstieg. Für einen Klettersteig ist das wirklich anspruchsvoll.

Die gesamte Tour vom Parkplatz und zurück hat bei uns 4 Stunden gedauert.

Klettersteig Redován

Der Klettersteig liegt am selben Bergmassiv, nur auf der anderen Seite. Mit etwas Ehrgeiz kann man beide an einem Tag schaffen. Hier ist der erste Teil mit K2 und der zweite mit K4 bewertet, also B und D.

Der Zustieg vom Parkplatz zum Klettersteig dauert nur wenige Minuten und ist ausgeschildert. Schon vom Parkplatz aus sieht man in der Ferne die lange Hängebrücke (im K4-Abschnitt) und bei genauem Hinsehen erkennt man auch zwei Holzplattformen an der senkrechten Wand.

Blick auf den Klettersteig Redován

Der erste Teil des Klettersteigs besteht – genau wie in Callosa – aus Brücke um Brücke. Verschiedene Arten von Brücken, alle niedrig über dem Boden. Im Grunde ein kleiner Kletterpark, den wir in einer halben Stunde durchlaufen haben.

Am Ende findest du einen Felsblock mit einem Pfeil nach rechts zurück zum Parkplatz und einem Pfeil nach links zum schwierigeren Teil dieses Klettersteigs. Dorthin braucht man nur wenige Minuten.

Klettersteig Redován – Wegweiser

Der K4-Abschnitt beginnt mit einem langen Aufstieg an Klammern mit zwei Holzplattformen zum Verschnaufen. Das spannendste Element ist das Pendel. Am Kettenende ist ein Karabiner, den du in die Sicherungsschlaufe deines Klettergurts einhängst, während der Sicherungsstrang am losen Stahlseil läuft. Du lässt los und schaukelst mit ca. 150 Metern Luft unter den Füßen :) Wer nicht möchte, kann auch normal an den Klammern traversieren, aber so eine Attraktion sollte man sich nicht entgehen lassen ;)

Etwas weiter kommt die nächste Attraktion – eine lange Hängebrücke. Ich glaube, die in Callosa ist länger, aber diese war spannender, weil es sehr starken Wind gab. Bei Böen habe ich gespürt, wie die Brücke mit mir nach oben gehoben wurde. Ein richtig tolles Gefühl, als würde man in der Luft schweben :)

Gleich nach der Brücke endet der Klettersteig.

Am Ende siehst du einen Wegweiser nach rechts Richtung Redován. Wir sind aber weitergewandert. Wir sind auf den Gipfel des Pico del Águila gestiegen und dann nach Callosa de Segura abgestiegen.

Die gesamte Tour hat bei uns knapp 4,5 Stunden gedauert.

Welcher Klettersteig ist besser? Schwer zu sagen. Der in Redován hat mehr Ausgesetztheit, der in Callosa de Segura ist krafttechnisch anspruchsvoller. Beide sind abwechslungsreich mit vielen Brücken, aber das Pendel gibt es nur in Redován. Beide werden für Menschen mit Höhenangst oder ohne Vorerfahrung mit Klettersteigen / Klettern eine Herausforderung sein. Für Leute, die schon länger klettern, ist keiner davon mit richtiger Kletterei vergleichbar, aber eine schöne Alternative für einen Ruhetag.

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